gestorben 2014 im Kölner Kessel.
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Blogroll
Am Ende
Wir haben keine Chance mehr. Sie haben uns bald. Alle. Wir wissen nicht, was aus uns wird. Wir wissen nicht[,] ob es eine Zukunft gibt – und wenn es sie geben sollte, ob wir in ihr leben wollen.
Die Welt, die wir kannten und die wir liebten, geht unter. Die Sonne versinkt, und eine lange Nacht beginnt.
Es wird kalt werden und dunkel. Sehr dunkel. Ob es ein Morgen gibt? Ich weiß es nicht. Ich habe nur einen Wunsch, dass…
Boomende Brainscanner
Trotz der zunehmenden Proteste boomen die Brainscanner. Die USA und China wollen sie einsetzen. Bei China wundert uns das nicht. Dass die USA allerdings ohne Rücksicht auf alle Proteste auf die Brainscanner setzen wollen, ist für mich eine Enttäuschung. Klar, seit dem 11. September 2001 haben die USA eine Menge Grundrechte abgebaut. Aber gerade in den letzten Jahren gab es ein paar Gründe, Hoffnung zu haben. Schade, dass sie für die Zukunft nicht zu gelten.
Bei apollon
Der Versuch, mich so aus dem Verkehr zu ziehen, ist gescheitert. Im Gegenteil. Ich werde künftig nicht nur Musik machen, sondern sehr aktiv bei apollon mitmachen. Sie werden alles tun, um uns zu versklaven. Sie haben keine Skrupel, sie kennen keine Grenzen. Wir müssen uns wehren. Und das werde ich künftig noch stärker als bisher tun.
Ino
Danke!
Nachdem wir vor Kurzem einen Sonudclip von Ido veröffentlicht haben, kam es in ganz Europa zu Flashmobs und spontanen Demonstrationen. Bei allem, was uns in den vergangenen Wochen passiert ist – das hat uns Mut gemacht. Und uns darin bestätigt, weiter zu machen. Es wird alle, die uns und euch fertig machen, wütend gemacht haben. Noch haben sie nicht gewonnen.
Ich weiß, wer Du bist…
Ich weiß, wer Du bist. Das heißt, ich ahne es. Wir sind uns einmal kurz bei unserer Aktion beim NPC begegnet. Du hättest mich aufhalten können und hast es nicht getan. Du hast aber auch nichts getan, um Mila zu helfen, die an dem Tag festgenommen wurde. Und als Andreas Dich am Handy hatte und Du mich angeblich sprechen wolltest, hast Du nichts gesagt. Warum nicht?
Glaube ich Dir? Ich weiß es nicht. Es ist so viel passiert in den letzten Wochen, wir wurden so oft getäuscht und es gab Tote. Ich, wir, vertrauen im Moment niemanden mehr. Das ist wie ein Gift. Es lähmt uns, nimmt uns den Mut und macht uns noch vorsichtiger, als wir es ohnehin schon sind. Und doch würde ich Dir gerne glauben. Es würde mir viel bedeuten.
Ralf
Wallenstein
Ich habe in den vergangenen Stunden sehr viel über mich erfahren. Peinlicherweise mit Hilfe der Polizei. Und das war nicht immer angenehm. Es gab in meinem Leben ein Ereignis, das alles verändert hat. Ich habe es nie vergessen. Ich habe meine erste große Liebe verloren, Freunde und das Vertrauen in andere Menschen. Ich war jung, fast noch ein Kind. Aber es hat mich geprägt.
Natürlich habe ich gedacht, dass ich diese Katastrophe verarbeitet habe. Ich bin kein besonders emotionaler Mensch. Nicht dass ich meine Gefühle wegdrücke, aber ich werde von meinem Verstand gelenkt. Dachte ich zumindest. Meine Glaube, ich hätte die Vergangenheit im Griff, hat sich als falsch erwiesen. Sie hat mich im Griff.
Ein Freund
Die Selbstmordlüge
Gerade haben sie gesagt, dass sich Marco im Gefängnis selbst umgebracht hat. Jeder, der ihn kennt, weiß, dass das nicht wahr sein kann. Ich habe selten jemanden kennen gelernt, der so am Leben hing wie Marco. Er war von uns allen derjenige, der den größten Optimismus hatte. Selbst die übelsten Rückschläge – und wir haben üble Rückschläge erlebt – haben ihn nicht aus der Fassung gebracht. Marco war derjenige, der uns stützte.
Er wurde ermordet. Der Selbstmord ist nicht mehr als eine ganz billige Lüge.
Unterstützung
Folgende Mail erreichte uns vor ein paar Tagen anonym. Wir geben sie hier weiter. Der Text stammt offensichtlich von dem Menschen, der sich von den Brainscannern distanziert hat.
Ja, ich habe Fehler gemacht. Ich hätte früher und entschiedener Nein sagen sollen. Jetzt habe ich mich schuldig gemacht, aber ich bin bereit, die Konsequenzen zu tragen. Sie werden mein Leben verändern und alles zerstören, was ich mir in den letzten Jahrzehnten aufgebaut habe. Aber mir ist klar, dass es dazu keine Alternative gibt. Ich bin bereit, Euch zu unterstützen – über den Weg habe ich Euch ja im Anhang einen Vorschlag gemacht. Bitte veröffentlicht ihn nicht.
Bis auf weiteres werde ich anonym bleiben. Die Anonymität ist mein einziger Schutz. Und er ist gleichzeitig eine effektive Waffe. Denn sie wissen nicht, wer das Leck ist. Es können viele sein. Und jetzt werden sie untereinander misstrauisch werden. Und das ist der Beginn ihres Endes…
Recherche
Wir haben angefangen, wieder intensiver rund um das NPC, Protecta und deren Opfer zu recherchieren. Wir sind dabei, einige weitere interessate Details herauszubekommen. Unsere ersten Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Fall größer ist als wir bislang angenommen haben. Wir suchen dringend einen vertrauenswürdigen Kontakt zur Polizei. Die Kommunikation würde über einen unserer Anwälte im Ausland laufen.
Marco ist tot
Marco ist tot. Wir haben es gerade erfahren. Wir wissen nichts genaues über die Umstände seines Todes, aber wir gehen davon aus, dass er ermordet wurde. Wer etwas weiß: Meldet Euch bei uns, und wenn Ihr das nicht wollt, geht zur Polizei. Das Sterben muss ein Ende haben.