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12.09.2017
von mila

Räumung der anderen Art

Gestern wurde in Hannover eine leerstehende Fabrik besetzt. Früher gab es zwei Möglichkeiten auf so etwas zu reagieren: Entweder es wurde verhandelt und die Leute blieben drin oder die Polizei kam, rief durch eine Megafon eine Räumungsaufforderung und stürmte das Gebäude. Das ist vorbei. In Hannover befleissigte man sich einen anderen Methode, um die Leute klein zu kriegen: Sämtliche Konten und ID-Chips wurden gesperrt. Die Hausbesetzer konnten nicht mehr einkaufen, nicht mehr zum Arzt und auch die Bahncard tat es nicht mehr. Natürlich funktionierten auch Handys, WLAN-Verbindungen und UMTS-Karten nicht mehr.

Die Polizei stand lässig um das Gelände herum und schaltete alles erst wieder frei, nachdem die Besetzer das Haus geräumt hatte. Für Ulrike Hippel, die Sprecherin der Hannoveraner Polizei, hat die neue Methode der Räumung nur Vorteile: „Wir brauchten nur halb so viele Beamte wie bei vergleichbaren Aktionen und konnten so effektiv Steuergelder einsparen.“ Zudem, sagte Hippel, sei die ganze Aktion friedlich abgelaufen und so ein Beispiel für eine effektive Deeskalationsstrategie.

 

3 Responses to Räumung der anderen Art

  1. hans olo sagt:

    hallo??? 2017 und bahncard? :D

  2. Merzmensch sagt:

    Gefollowed. Schön, dass Twitter die web2.0-Blase überlebte. Nur die obligatorische Verknüpfung von “tweet location” und Room-View bei jedem Tweet finde ich doch etwas daneben.

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